Toi Toi-Cup: Christoph Pfingsten gewinnt in Hlinsko

René Penno am 29.10.2011 - 09:03 Uhr
Christoph Pfingsten hat am Freitag den vierten Lauf des Toi Toi-Cup im tschechischen Hlinsko gewonnen. Der Profi aus dem Cyclingteam De Rijke verwies die beiden Tschechen Lubomir Petrus und Vladimir Kyzivat auf die nächsten Plätze. Toni Bretschneider (Stevens Racing-Team) wurde 19., Max Walsleben (Jenatec Cycling) kam nach zwei Defekten als 25. ins Ziel.

Für Christoph Pfingsten war es der dritte Erfolg in dieser Saison, nachdem er bereits die beiden Rennen zum SKS-Deutschland-Cup in Bad Salzdetfurth und Bremen gewinnen konnte. In Hlinsko ließ es der Stahnsdorfer zunächst eher ruhig angehen und behielt die tschechische Konkurrenz im Auge. In der vierten Runde probierte es Pfingsten zum ersten Mal mit einer Tempoverschärfung und hatte nur noch einen Konkurrenten am Rad. Zwei Runden später war der 25-Jährige auf dem schweren Rundkurs allein und legte die zweite Hälfte des Rennens als Solist an der Spitze zurück. Bis ins Ziel baute er seinen Vorsprung vor Lubomir Petrus auf 13 Sekunden aus.

„Es geht in die richtige Richtung“, konnte Christoph Pfingsten einmal mehr zufrieden feststellen. Zuletzt hatte er bei den beiden ersten Weltcups in dieser Saison die Ränge 17 und 16 belegt. Damit war er allerdings nur bedingt zufrieden. „Ich wollte unter die ersten 15“, sagt Pfingsten. In Pilsen wurde er erst durch einen Kameramann am Start und wenig später noch durch einen Massensturz aufgehalten. Eine Woche später in Tabor fehlten nur einige Sekunden an den Top 15. „Da habe ich am Start probiert, mit den Großen mitzufahren“, erklärte der Deutsche Vizemeister. Das gelang – für vier Runden blieb Pfingsten an Zdenek Stybar dran. „Aber das hatte auch ganz schön Kraft gekostet“, so Pfingsten, der dann einige Plätze verlor. Die zweite Top-20-Platzieurng innerhalb einer Woche hatte er aber trotzdem sicher.

“Ich zieh richtig durch“
Ganz allmählich hat Christoph Pfingsten nun auch international etabliert. Wohl wissend, dass Ergebnisse wie die im Weltcup nicht jede Woche eingefahren werden. „International Fuß zu fassen, das braucht Zeit“, hatte Christoph Pfingsten bereits vor zwei Jahren gesagt. Seitdem hat er konsequent sein Programm durchgezogen und mit dem Cyclingteam De Rijke auch das richtige Team gefunden. „Dort gefällt es mir sehr gut.“ Die Mischung aus anspruchvollen Straßenrennen und einer guten Crosssaison passt für den Stahnsdorfer, der auch in den nächsten Tagen nochmals richtig Gas geben will. „Ich will jetzt in anderthalb Wochen viele Rennen fahren und das mit dem Deutschland-Cup in Lorsch abschließen“, erläutert Pfingsten sein Rennprogramm. „Das zieh ich richtig durch.“ Auch wenn er von Stahnsdorf nach Tschechien, wieder zurück, und dann nach Belgien reisen muss. Trotzdem war alles bisher doch nur eine erste Standortbestimmung, denn Christoph Pfingsten will jetzt mehr – vor allem sich international weiter durchsetzen. Die Richtung hat er jetzt selbst vorgegeben.