Thüringer Energie-Team: Bundesliga steht wieder im Mittelpunkt
radcross.de - Redaktion am 30.03.2011 - 09:17 Uhr
Rund 100.000 Kilometer haben die Fahrer absolviert, die ersten Teile sind verschlissen, die ersten Sturzwunden verheilt: Die neue Saison hat noch gar nicht richtig begonnen und dennoch liegt schon der unbeliebteste Teil des Jahres hinter den Fahrern des Thüringer Energie-Teams. Monotones Gewichte stemmen, Schweiß treibendes Laufbandtraining in stickigen Räumen, nahezu erfrorene Füße vom Straßentraining bei Minusgraden. Radsportler werden im Winter gemacht. So lautet eine alte Radsport-Weisheit. Und jetzt können sich die Fahrer wieder beweisen, testen, ob sich die Schinderei gelohnt hat. Und bestenfalls gewinnen. Das Thüringer Energie-Team brennt auf die neue Wettkampfsaison.
Nach der erfolgreichen Saison 2010 steht die Mannschaft vor einem Jahr der Bewährung. Das Team hat sich nach den Abgängen der beiden Kapitäne John Degenkolb und Marcel Kittel sowie weiteren Fahrern älterer Jahrgänge einer Verjüngungskur unterzogen. Von einer bevorstehenden Durststrecke angesichts diesem vom Erfolg verwöhnten Jahr will Teammanager Jörg Werner aber nicht sprechen: „Wir gehen die neue Saison realistisch an und nehmen die Siege aus dem Vorjahr nicht als Maßstab. Das wäre vermessen. Die Mannschaft ist jünger geworden und muss sich erst finden.“
Starke Bahnfraktion
Einen höheren Stellenwert wird in dieser Saison wieder die Bundesliga-Serie einnehmen. Zwar gewann John Degenkolb 2010 durch seine Ausnahmeklasse die Einzelwertung, die Mannschaftswertung wurde allerdings vernachlässigt. „Wir haben unser Rennprogramm auf die internationalen Höhepunkte ausgerichtet und daher einige Bundesligarennen nur mit einer Minimalbesetzung bestritten. Jetzt wollen wir wieder gewinnen“, sagt Werner.
Auffällig ist die starke Bahnfraktion im Thüringer Energie-Team. Neben Jakob Steigmiller, Marcel Barth, Ralf Matzka haben auch Kersten Thiele und Johannes Kahra Qualitäten im Oval. „Mit diesen Jungs werden wir bei den Deutschen Meisterschaften in einigen Entscheidungen ein Wörtchen um die Medaillen mitreden können. Vor allem können wir mal wieder einen konkurrenzfähigen Vierer in der Verfolgung an den Start bringen“, sagt Werner.
Matzka soll Team führen und gewinnen
Die Kapitänsrolle wird in diesem Jahr Ralf Matzka einnehmen. Der Neuzugang ist im letzten U23-Jahr, bringt also eine Menge Erfahrung mit. Werner erhofft sich von ihm, dass er die Mannschaft führen, in schwierigen Situationen lenken und natürlich Rennen gewinnen kann. Vor allem auf seine Endschnelligkeit setzt das Team. Matzka ist in der Lage, schwere Rennen in Spitzengruppen zu beenden, aber auch im Massensprint Erfolge zu feiern. Darüberhinaus gilt die bewährte Philosophie, die das Thüringer Energie-Team über Jahre so stark gemacht hat: Die Mannschaft ist der Kapitän.
Mit Überzeugung setzt das Thüringer Energie-Team auch in diesem Jahr sein Konzept im Anti-Doping-Kampf fort. Im vom Teammanager als „Duales System“ bezeichneten Entwurf konzentrieren sich die Sportler neben dem Sport auch auf ihre Ausbildung mit Blick auf ein Leben nach dem Leistungssport. „Somit sind die Sportler nicht auf ein Einkommen aus einer möglichen Radsport-Karriere angewiesen, sondern könnten auch im normalen Leben fußfassen. Dadurch sollen Verlockungen, in schwachen Momenten in die Trickkiste zu greifen, von vornherein unterbunden werden. Bildung ist genauso wichtig wie gute Leistungen auf dem Rad“, sagt Werner. Kevin Predatsch, Fabian Thiel, Kersten Thiele, Tassilo Fricke und Johannes Kahra beenden ihre Schulausbildung. Jakob Steigmiller und Simon Nuber erfahren vom Team vollste Unterstützung bei ihrem Studium. Mike Willam absolviert seinen Zivildienst. Ralf Matzka, Jasha Sütterlin und Bastian Bürgel sind in der Sportfördergruppe der Bundeswehr und Marcel Barth ist bei der Polizei.
Erfolgreichstes Jahr seit Bestehen
Im vergangenen Jahr hatte das Thüringer Energie-Team das erfolgreichste Jahr seit Bestehen. Alle deutschen U23-Meister auf der Straße kamen aus Thüringen. John Degenkolb gewann das Straßenrennen, Maximilian May die Berg- und Marcel Kittel die Zeitfahrmeisterschaft. Degenkolb holte sich zudem den Thüringen-Rundfahrt- und Bundesliga-Einzelsieg. Insgesamt gewannen die Fahrer des Thüringer Energie-Teams 16 Mal bei nationalen und internationalen Rennen. Der krönende Abschluss erfolgte durch zwei WM-Medaillen. Degenkolb wurde Zweiter im Straßenrennen und Marcel Kittel Dritter im Zeitfahren. Beide haben im Übrigen bereits ein erfolgreiches Profi-Debüt gefeiert: John Degenkolb gewann je eine Etappe bei der Vuelta al Algarve sowie den Driedaagse van West-Vlaanderen und Marcel Kittel feierte bei der Tour de Langkawi in Malaysia seinen ersten Profierfolg.
Die Sportliche Leitung bei den Radrennen und Rundfahrten teilen sich wie in der abgelaufenen Saison Jörg Werner, zugleich Teammanager, und Stephan Schreck. Jens Lang wird bei ausgewählten Einsätzen, wie den Bundesligarennen, Anweisungen aus dem Renndienstwagen geben.
Abgänge: John Degenkolb, Marcel Kittel, Maximilian May, Lucas Schädlich, Philipp Klein und Florian Harbig
Zugänge: Ralf Matzka, Johannes Kahra, Tassilo Fricke, Kevin Predatsch, Fabian Thiel, Kersten Thiele und Jasha Sütterlin
Aufgebot: Marcel Barth, Bastian Bürgel, Simon Nuber, Jakob Steigmiller, Mike Willam, Ralf Matzka, Johannes Kahra, Tassilo Fricke, Kevin Predatsch, Fabian Thiel, Kersten Thiele und Jasha Sütterlin
Nach der erfolgreichen Saison 2010 steht die Mannschaft vor einem Jahr der Bewährung. Das Team hat sich nach den Abgängen der beiden Kapitäne John Degenkolb und Marcel Kittel sowie weiteren Fahrern älterer Jahrgänge einer Verjüngungskur unterzogen. Von einer bevorstehenden Durststrecke angesichts diesem vom Erfolg verwöhnten Jahr will Teammanager Jörg Werner aber nicht sprechen: „Wir gehen die neue Saison realistisch an und nehmen die Siege aus dem Vorjahr nicht als Maßstab. Das wäre vermessen. Die Mannschaft ist jünger geworden und muss sich erst finden.“
Starke Bahnfraktion
Einen höheren Stellenwert wird in dieser Saison wieder die Bundesliga-Serie einnehmen. Zwar gewann John Degenkolb 2010 durch seine Ausnahmeklasse die Einzelwertung, die Mannschaftswertung wurde allerdings vernachlässigt. „Wir haben unser Rennprogramm auf die internationalen Höhepunkte ausgerichtet und daher einige Bundesligarennen nur mit einer Minimalbesetzung bestritten. Jetzt wollen wir wieder gewinnen“, sagt Werner.
Auffällig ist die starke Bahnfraktion im Thüringer Energie-Team. Neben Jakob Steigmiller, Marcel Barth, Ralf Matzka haben auch Kersten Thiele und Johannes Kahra Qualitäten im Oval. „Mit diesen Jungs werden wir bei den Deutschen Meisterschaften in einigen Entscheidungen ein Wörtchen um die Medaillen mitreden können. Vor allem können wir mal wieder einen konkurrenzfähigen Vierer in der Verfolgung an den Start bringen“, sagt Werner.
Matzka soll Team führen und gewinnen
Die Kapitänsrolle wird in diesem Jahr Ralf Matzka einnehmen. Der Neuzugang ist im letzten U23-Jahr, bringt also eine Menge Erfahrung mit. Werner erhofft sich von ihm, dass er die Mannschaft führen, in schwierigen Situationen lenken und natürlich Rennen gewinnen kann. Vor allem auf seine Endschnelligkeit setzt das Team. Matzka ist in der Lage, schwere Rennen in Spitzengruppen zu beenden, aber auch im Massensprint Erfolge zu feiern. Darüberhinaus gilt die bewährte Philosophie, die das Thüringer Energie-Team über Jahre so stark gemacht hat: Die Mannschaft ist der Kapitän.
Mit Überzeugung setzt das Thüringer Energie-Team auch in diesem Jahr sein Konzept im Anti-Doping-Kampf fort. Im vom Teammanager als „Duales System“ bezeichneten Entwurf konzentrieren sich die Sportler neben dem Sport auch auf ihre Ausbildung mit Blick auf ein Leben nach dem Leistungssport. „Somit sind die Sportler nicht auf ein Einkommen aus einer möglichen Radsport-Karriere angewiesen, sondern könnten auch im normalen Leben fußfassen. Dadurch sollen Verlockungen, in schwachen Momenten in die Trickkiste zu greifen, von vornherein unterbunden werden. Bildung ist genauso wichtig wie gute Leistungen auf dem Rad“, sagt Werner. Kevin Predatsch, Fabian Thiel, Kersten Thiele, Tassilo Fricke und Johannes Kahra beenden ihre Schulausbildung. Jakob Steigmiller und Simon Nuber erfahren vom Team vollste Unterstützung bei ihrem Studium. Mike Willam absolviert seinen Zivildienst. Ralf Matzka, Jasha Sütterlin und Bastian Bürgel sind in der Sportfördergruppe der Bundeswehr und Marcel Barth ist bei der Polizei.
Erfolgreichstes Jahr seit Bestehen
Im vergangenen Jahr hatte das Thüringer Energie-Team das erfolgreichste Jahr seit Bestehen. Alle deutschen U23-Meister auf der Straße kamen aus Thüringen. John Degenkolb gewann das Straßenrennen, Maximilian May die Berg- und Marcel Kittel die Zeitfahrmeisterschaft. Degenkolb holte sich zudem den Thüringen-Rundfahrt- und Bundesliga-Einzelsieg. Insgesamt gewannen die Fahrer des Thüringer Energie-Teams 16 Mal bei nationalen und internationalen Rennen. Der krönende Abschluss erfolgte durch zwei WM-Medaillen. Degenkolb wurde Zweiter im Straßenrennen und Marcel Kittel Dritter im Zeitfahren. Beide haben im Übrigen bereits ein erfolgreiches Profi-Debüt gefeiert: John Degenkolb gewann je eine Etappe bei der Vuelta al Algarve sowie den Driedaagse van West-Vlaanderen und Marcel Kittel feierte bei der Tour de Langkawi in Malaysia seinen ersten Profierfolg.
Die Sportliche Leitung bei den Radrennen und Rundfahrten teilen sich wie in der abgelaufenen Saison Jörg Werner, zugleich Teammanager, und Stephan Schreck. Jens Lang wird bei ausgewählten Einsätzen, wie den Bundesligarennen, Anweisungen aus dem Renndienstwagen geben.
Abgänge: John Degenkolb, Marcel Kittel, Maximilian May, Lucas Schädlich, Philipp Klein und Florian Harbig
Zugänge: Ralf Matzka, Johannes Kahra, Tassilo Fricke, Kevin Predatsch, Fabian Thiel, Kersten Thiele und Jasha Sütterlin
Aufgebot: Marcel Barth, Bastian Bürgel, Simon Nuber, Jakob Steigmiller, Mike Willam, Ralf Matzka, Johannes Kahra, Tassilo Fricke, Kevin Predatsch, Fabian Thiel, Kersten Thiele und Jasha Sütterlin
Weiterführende Informationen:
| Website des Thüringer Energie-Teams |
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