Rund um den Aussichtsturm: Johannes Sickmüller gewinnt in Lohne

René Penno am 24.10.2005 - 17:50 Uhr
Johannes Sickmüller (Stevens Racing) hat am Sonntag das 20. Querfeldeinrennen am Lohner Aussichtsturm gewonnen. Er verwies die beiden Lokalmadatoren Franz-Josef Nieberding und Sebastian Hannöver (beide Team Focus) auf die nächsten Plätze.

Heiner Hannöver freute sich derweil als Veranstalter über eine neue Rekord- Teilnehmerzahl: 230 Rennfahrer starteten in den verschiedenen Rennklassen. Vor allem in den Hobbyklassen setzte sich der positive Trend weiter fort.

Das Rennen der Elite wurde geprägt von zwei Fahrern, die zum Crosssport zurückfanden. Felix Gniot (KED Bianchi), der sich zuletzt mehr der Straße verschrieb, übernahm in Lohne mit einem furiosen Start gleich die Spitze. Die behielt er auch für einige Runden inne. Erst nach drei Runden hatten sich die weiteren Favoriten aus dem großen Pulk nach vorn gefahren und formierten sich zur Rennhälfte zu einer vierköpfigen Spitzengruppe. Neben Felix Gniot waren auch Johannes Sickmüller, Sebastian Hannöver und Franz-Josef Nieberding, dem anderen Wiedereinsteiger, in dieser Kopfgruppe vertreten. Erst als Sickmüller fünf Runden vor Schluss begann, mit giftigen Antritten, diese Gruppe zu sprengen, kam Felix Gniot in Schwierigkeiten und musste drei Runden vor Schluss schließlich abreißen lassen.

Sickmüller testet und gewinnt
Johannes Sickmüller hatte damit aber nicht genug. „Ich wollte testen, was die anderen noch drauf haben“, so der Sieger hinterher. Die Antwort auf seine Attacken bekam er prompt: Vor allem Franz-Josef Nieberding stieg dem Hamburger immer wieder mit letzter Konsequenz nach und hielt das Rennen bis eingangs der letzten Runde offen. Dann musste er, der erst in diesem Winter wieder in das Crossgeschehen eingestiegen ist, genauso wie sein Teamkollegen Sebastian Hannöver aber die Stärke Sickmüller´s anerkennen. „Ich wollte eigentlich nur in die Top Ten fahren heute. Dass es so gut lief, hat mich selber überrascht“, so Franz-Josef Nieberding, der mit 36 Jahren noch einmal aktiv ins Renngeschehen einsteigt und bei seinem Heimrennen begeistert gefeiert wurde. Felix Gniot behauptete indes seinen vierten Platz vor einem stark aufkommenden Finn Heitmann (Stevens Racing). Diese Zwei waren auch die ersten beiden U 23-Fahrer in einem 68 Fahrer starken Feld.

Christian Lau mit erstem Sieg
Für Spannung bis zum Schluss sorgten die Junioren. Hier hatte sich schnell eine vierköpfige Spitzengruppe gefunden, die meist von Christian Lau (RSC Rheine) angeführt wurde. Ole Quast (Germania Hamburg), Yannick Tiedt (RC Charlottenburg) und Stephan Sprinke (Endspurt Herford) komplettierten das Spitzenquartett, das rund eine Minute vor der Konkurrenz fuhr. Im Finale zog Christian Lau den Spurt bereits sehr früh an und verteidigte einen knappen Vorsprung durch die letzten Kurven vor Stephan Sprinke, der am Anfang des Rennens noch mit dem Anschluss an die Gruppe zu kämpfen hatte. „Ich bin schwer ins Rennen gekommen. Aber dann lief es besser“, so der Herforder, der Christian Lau an seinem ersten Saisonsieg nicht mehr hintern konnte. Dritter wurde Ole Quast vor Yannick Tiedt.

Bei den Frauen konnte sich Stephanie Gronow (Toyota Motor Company) bis zum Schluss nicht sicher sein, das Rennen auch tatsächlich zu gewinnen. Lange musste sie sich gegen Yvonne Schröder (Vitamehr) wehren. Die lag am Ende 18 Sekunden hinter der Siegerin. Ulrike Lichtenstein (RSG Lohne-Vechta) kam weitere zehn Sekunden dahinter auf Platz drei.

Ristau ohne Gegner
René Ristau (RC Kleinmachnow) ließ bei den Senioren nichts anbrennen. Ab Runde zwei übernahm er die Spitze von Peter Rohde (TuS Bramsche) und baute seinen Vorsprung bis auf eine halbe Minute aus. Peter Rohde indes musste sich gegen Johannes Kirchhoff (Pulheimer SC), der als Dritter im dichter an den Gesamtsieger des Deutschland-Cup der letzten Saison herankam.

Eine Solovorstellung lieferte Bastian Behmer (Kieler SV) im Rennen der Jugend. Einsam zog er seine Runden an der Spitze und gewann souverän. Zweiter wurde Max Walsleben (RC Kleinmachnow), der sich während des Rennens erst nach vorn arbeiten musste. „Ich hatte noch mit dem Start zu tun“, begründete er, warum es anfangs noch nicht rund lief für ihn. Er distanzierte auf den letzten beiden Runden den Berliner Michael Lichowos und verwies ihn auf Platz drei.