Philipp Walsleben sauer beim Weltcup in Pont Château
Armin Küstenbrück am 17.01.2011 - 08:10 Uhr
Ein Sturz des italienischen Meister Marco Aurelio Fontana in der letzten Runde hat Philipp Walsleben aus dem Team BKCP-Powerplus um die Chance gebracht, erstmals in seiner noch jungen Karriere aufs Podium zu fahren. Walsleben wurde Siebter, den Sieg holte sich Kevin Pauwels (Telenet-Fidea).
Eingangs der zehnten, der letzten Runde beim vorletzten Cross-Weltcup der Saison 2010/11 im französischen Pont Château unweit der französischen Atlantikküste bei Nantes: Der Weltcup-Führende und frisch gebackene belgische Meister Niels Albert liegt gemeinsam mit seinem Landsmann, dem späteren Sieger Kevin Pauwels souverän auf Podiumskurs. 47 Sekunden dahinter kämpft eine siebenköpfige Verfolgergruppe, angeführt vom Deutschen Meister Philipp Walsleben, verbissen um den letzten verbleibenden Podestplatz. Am Ende der langen Zielgeraden übernimmt Marco Aurelio Fontana die Spitze der Verfolgergruppe, Walsleben reiht sich hinter ihm auf dem zweiten Platz ein, um möglichen Rangeleien schon im Vorfeld aus dem Weg zu gehen und sich eine gute Ausgangsposition für die zu erwartenden Positionskämpfe zu verschaffen.
Doch kurz danach jedoch passiert es: in einer Linkskurve lässt sich Fontana zu weit hinaustragen, berührt mit dem rechten Pedal einen Holzpfosten zur Streckenbegrenzung und fliegt in hohem Bogen über den Lenker. Drei Fahrer hinter ihm haben keine Chance, auch wenn Walsleben noch kurz versucht, zu bremsen; nacheinander krachen sie in das am Boden liegende Fahrrad von Fontana, stürzen übereinander, die Fahrräder verhaken sich. Nur die letzten Drei der Gruppe können noch ausweichen. Keiner verletzt sich auf dem weichen Waldboden ernsthaft, die Schrammen stammen hauptsächlich von der umher fliegenden Rennmaschinen. Während die Sportler versuchen, ihre Räder aus dem Knäuel herauszubekommen, jagt eine weitere Verfolgergruppe an den Havarierten vorbei. Doch Walsleben, dem eine Podiumsplatzierung so greifbar schien („Ich bin sicher kein guter Sprinter, aber ich fühlte, heute habe ich die Kraft“), bewies gute Moral: auf Platz 10 ging der 23-jährige Kleinmachnower vom Team BKCP-Powerplus wieder ins Rennen und machte sich daran, die zwölf Sekunden, die er durch den Sturz verloren hatte, wieder aufzuholen.
Drei Fahrer konnte er auf dem Weg ins Ziel noch kassieren – am Ende stand für den mittlerweile dreifachen Deutschen Elite-Meister zum zweiten Mal in dieser Saison der siebte Platz zu Buche: „Natürlich bin ich sauer, der Sturz war völlig unnötig“, zeigte sich der Brandenburger mit Wohnsitz in Belgien nach dem Rennen ungewöhnlich emotional. „Beide Knie, die Ellbogen, die Wade und der Rücken tun weh, aber nichts ist kaputt, denke ich“, zog er eine persönliche Schadensbilanz der Kollision: „Nächste Woche ist Weltcup-Finale, danach die Weltmeisterschaft in St. Wendel, da werde ich wieder fit sein und angreifen“, verspricht Walsleben seinen Fans.
Die Strecke des abschließenden Weltcups im niederländischen Hoogerheide an der belgischen Grenze nur wenige Kilometer nördlich von Antwerpen dürfte dem Cross-Profi gut in Erinnerung sein: schließlich wurde er 2009 auf diesem Kurs U23-Weltmeister. Vor dem letzten Wettkampf liegt Walsleben nun in der Weltcup-Gesamtwertung mit 282 Punkten auf Rang neun: „Natürlich will ich es in Hoogerheide noch mal wissen“, zeigt sich Philipp Walsleben kämpferisch. „Aber wenn die Form so bleibt, wäre es natürlich toll, wenn ich diese Leistung in St. Wendel wiederholen kann – mit der Unterstützung meiner Fans ist das bestimmt möglich.“
Eingangs der zehnten, der letzten Runde beim vorletzten Cross-Weltcup der Saison 2010/11 im französischen Pont Château unweit der französischen Atlantikküste bei Nantes: Der Weltcup-Führende und frisch gebackene belgische Meister Niels Albert liegt gemeinsam mit seinem Landsmann, dem späteren Sieger Kevin Pauwels souverän auf Podiumskurs. 47 Sekunden dahinter kämpft eine siebenköpfige Verfolgergruppe, angeführt vom Deutschen Meister Philipp Walsleben, verbissen um den letzten verbleibenden Podestplatz. Am Ende der langen Zielgeraden übernimmt Marco Aurelio Fontana die Spitze der Verfolgergruppe, Walsleben reiht sich hinter ihm auf dem zweiten Platz ein, um möglichen Rangeleien schon im Vorfeld aus dem Weg zu gehen und sich eine gute Ausgangsposition für die zu erwartenden Positionskämpfe zu verschaffen.
Doch kurz danach jedoch passiert es: in einer Linkskurve lässt sich Fontana zu weit hinaustragen, berührt mit dem rechten Pedal einen Holzpfosten zur Streckenbegrenzung und fliegt in hohem Bogen über den Lenker. Drei Fahrer hinter ihm haben keine Chance, auch wenn Walsleben noch kurz versucht, zu bremsen; nacheinander krachen sie in das am Boden liegende Fahrrad von Fontana, stürzen übereinander, die Fahrräder verhaken sich. Nur die letzten Drei der Gruppe können noch ausweichen. Keiner verletzt sich auf dem weichen Waldboden ernsthaft, die Schrammen stammen hauptsächlich von der umher fliegenden Rennmaschinen. Während die Sportler versuchen, ihre Räder aus dem Knäuel herauszubekommen, jagt eine weitere Verfolgergruppe an den Havarierten vorbei. Doch Walsleben, dem eine Podiumsplatzierung so greifbar schien („Ich bin sicher kein guter Sprinter, aber ich fühlte, heute habe ich die Kraft“), bewies gute Moral: auf Platz 10 ging der 23-jährige Kleinmachnower vom Team BKCP-Powerplus wieder ins Rennen und machte sich daran, die zwölf Sekunden, die er durch den Sturz verloren hatte, wieder aufzuholen.
Drei Fahrer konnte er auf dem Weg ins Ziel noch kassieren – am Ende stand für den mittlerweile dreifachen Deutschen Elite-Meister zum zweiten Mal in dieser Saison der siebte Platz zu Buche: „Natürlich bin ich sauer, der Sturz war völlig unnötig“, zeigte sich der Brandenburger mit Wohnsitz in Belgien nach dem Rennen ungewöhnlich emotional. „Beide Knie, die Ellbogen, die Wade und der Rücken tun weh, aber nichts ist kaputt, denke ich“, zog er eine persönliche Schadensbilanz der Kollision: „Nächste Woche ist Weltcup-Finale, danach die Weltmeisterschaft in St. Wendel, da werde ich wieder fit sein und angreifen“, verspricht Walsleben seinen Fans.
Die Strecke des abschließenden Weltcups im niederländischen Hoogerheide an der belgischen Grenze nur wenige Kilometer nördlich von Antwerpen dürfte dem Cross-Profi gut in Erinnerung sein: schließlich wurde er 2009 auf diesem Kurs U23-Weltmeister. Vor dem letzten Wettkampf liegt Walsleben nun in der Weltcup-Gesamtwertung mit 282 Punkten auf Rang neun: „Natürlich will ich es in Hoogerheide noch mal wissen“, zeigt sich Philipp Walsleben kämpferisch. „Aber wenn die Form so bleibt, wäre es natürlich toll, wenn ich diese Leistung in St. Wendel wiederholen kann – mit der Unterstützung meiner Fans ist das bestimmt möglich.“
Weiterführende Informationen:
| Website von Philipp Walsleben | |
| Website des Radsport-Weltverbandes UCI |





