Frankfurter Radcross: Philipp Walsleben macht Hattrick perfekt
René Penno am 06.12.2009 - 18:01 Uhr
Philipp Walsleben vom Team BKCP-Powerplus hat den Hattrick perfekt gemacht und zum dritten Mal in Folge den Frankfurter Radcross gewonnen. Bei der Generalprobe für die Europameisterschaften im kommenden Jahr verwies der Wahl-Belgier Christoph Pfingsten (Van Vliet) sowie den Niederländer Wilant van Gils auf die nächsten Plätze.
„Es geht bergauf“, stellte Walsleben zufrieden nach seinem Sieg bei der 35. Auflage des Frankfurter Rennens fest. Ab der vierten Runde war der Deutsche Meister allein unterwegs, nachdem er zuvor eine anfangs fünfköpfige Spitzengruppe auseinander gefahren hatte. In der letzten Runde konnte es Walsleben sogar noch ruhig angehen lassen und brachte noch neun Sekunden vor Pfingsten ins Ziel. Hinter van Gils kamen Marcel Meisen (Kuota-Indeland) und Sascha Weber (Stevens Racing-Team) als Vierter und Fünfter als beste U23-Fahrer ins Ziel. In der Gesamtwertung des SKS-Deutschland-Cup übernahm Johannes Sickmüller (Stevens) die Spitze. Der Heidelberger wurde Achter.
„Ich bin zufrieden. Ich kann jetzt wieder eine Stunde ganz gut durchziehen“, strahlte Philipp Walsleben, der ein Trainingslager in Spanien für den 35. Frankfurter Radcross unterbrochen hatte. „Dort haben wir in den letzten Tagen nur Grundlagenausdauer trainiert, deshalb war ich nicht ganz so frisch“, gab der U23-Weltmeister noch zu. Davon war im Rennen allerdings wenig zu merken. Gleich zu Beginn bestimmte er das Tempo in einer fünfköpfigen Spitzengruppe, zu der auch Christoph Pfingsten gehörte. Der Potsdamer, der in Frankfurt schon im Trikot seines künftigen Teams Van Vliet EBH Elshof als Stagiaire unterwegs war, musste zwischendurch die Konkurrenz nach eine Sturz. Bis auf Walsleben konnte Pfingsten alle wieder einholen und hielt auch den starken Niederländer Wilant van Gils am Ende noch auf Distanz. „Es richtig gut. Damit kann ich zufrieden sein“, so Pfingsten nach dem Rennen. Hinter van Gils belegte Marcel Meisen (Kuota-Indeland) Rang vier. Weniger zufrieden als im vergangenen Jahr, als der Stolberger auf Rang drei fuhr, war er trotzdem nicht. „Dafür, dass ich mich eigentlich gar nicht so in Form fühle, war das richtig gut heute“, erklärte Meisen.
Vos im Sprint vor Kupfernagel
Das Rennen der Frauen nahm den erwartet spannenden Ausgang. Erst im Sprint musste sich Hanka Kupfernagel der Weltmeisterin Marianne Vos aus den Niederlanden geschlagen geben, nachdem sie zuvor alles versucht hatte, Vos und deren Landsfrau Sanne van Passen abzuschütteln. „Ich habe in den letzten beiden Runden versucht, die beiden zu attackieren“, schilderte Kupfernagel die Schlussphase des Rennens. In der Schlussrunde sah es sogar danach aus, als hätte sie Erfolg damit. Nach der Abfahrt aber waren Vos und van Passen wieder dran. „Auf einen Sprint gegen Marianne Vos brauchte ich gar nicht erst warten“, wusste Hanka Kupfernagel um die Stärken der direkten Konkurrenz. Am Ende aber führte doch Weg dran vorbei. „In der Zielkurve musste ich mich dann für eine von beiden entscheiden“, erklärte Kupfernagel, weshalb Marianne Vos innen die Lücke fand und den neunten Erfolg der Deutschen am Bornheimer Hang verhinderte. Auch hinter Sanne van Passen waren die weiteren Ränge prominent besetzt: Die Tschechin Pavla Havlikova wurde Vierte vor Jasmin Achermann aus der Schweiz, der Britin Helen Wyman sowie Elisabeth Brandau (RSC Schönaich) und Martina Zwick (Berner-Bikes.com).
Lokalmatador schlägt den Weltmeister
Timo Berner (Berner-Bikes.com) hat Jens Schwedler (Stevens Racing-Team) zum ersten Mal in dieser Saison geschlagen. Nachdem der Weltmeister der Masters zuletzt Erfolge in Serie feierte, hatte er in Frankfurt das Nachsehen und wurde Zweiter hinter Berner und vor Robert Karrasch (RG Hamburg). „Aber Timo ist stark gewesen heute“, erkannte Schwedler, der in den letzten Wochen beruflich stark eingespannt war, neidlos an. Gleich zu Beginn des Rennens musste er Timo Berner zum ersten Mal ziehen lassen, nachdem auf dem nassen Untergrund wegrutschte. „Zur Mitte des Rennens habe ich immer eine starke Phase“, erklärte es sich fast von selbst, das Schwedler noch einmal an den Frankfurter herankam und eingangs der letzten Runde sogar schon wie der Sieger aussah, als er Berner im Wiesenanstieg mit einem Antritt wichtige Meter abnahm. Aber es war nicht der Tag des sonst sicheren Jens Schwedler. „Wenn man unter Druck gerät, geht man zuviel Risiko ein“, erklärte er den Sturz in der letzten Runde, durch den Timo Berner vorbeiziehen konnte. Der strahlte nach seinem Heimrennen übers ganze Gesicht. „Natürlich ist es schön, hier zu gewinnen. Noch viel wichtiger wird aber die Deutsche Meisterschaft in Magstadt sein“, blickt Berner schon in die Zukunft und will dem Erfolg am Bornheimer Hang nicht allzu viel Bedeutung beimessen.
Tschechischer Doppelsieg
Der Sieger des Juniorenrennens stand im Prinzip nach zwei der sieben Runden fest. Der Tscheche Voijtech Nipi hatte sich da schon deutlich abgesetzt von einer Gruppe mit seinem Landsmann Tomas Paprstka sowie den beiden Deutschen Julian Lehmann (Stevens Racing-Team) und Wenzel Böhm-Gräber (RSC Wiesbaden). In der Schlussphase mussten Lehmann und Böhm-Gräber auch den zweiten Tschechen ziehen lassen und machten den dritten Podiumsplatz in Ruhe unter sich aus, da der Fünfte, Daniel Vesely aus Tschechien, schon über eine Minute Rückstand auf das BDR-Duo hatte. Das bessere Ende hatte dabei Julian Lehmann für sich, als Dritter auch bester Deutscher wurde. „Das hätte ich nicht unbedingt erwartet. Ich war in dieser Woche krank und konnte nicht richtig trainieren“, wunderte er sich über seine erneute starke Vorstellung auf dem schweren Rundkurs an der Frankfurter Eishalle.
Herklotz clever zum Sieg
Nach überstandener Krankheit zeigte sich Silvio Herklotz im Rennen der Jugend U17 in einer starken Verfassung in Frankfurt. Nur eine Runde belauerte und beobachtete er die direkte Konkurrenz, dann drehte der Berliner auf. „Ich habe in der ersten Runde erstmal abgewartet“, erklärte Herklotz. Dann hatte er genug und fuhr 57 Sekunden auf den Tschechen Martin Komarek heraus, der seinen Landsmann Karel Pokorny auf Rang drei verwies.
Eine enge Entscheidung war dagegen das Rennen der Schüler U15. Hier hatte sich gleich eine vierköpfige Gruppe gefunden, die der Konkurrenz enteilte. Nach 22 Minuten hatte Joshua Asel (RC Silber Pils Bellheim) die Nase vorn und verwies Tobias Wagner (TV Schotten), Manuel Porzner (RSG Ansbach) und Rico Seidel (Rad-Team Luckenwalde) auf die nächsten Plätze.
Das Rennen der Schülerinnen gewann Lisa Klein (RSC Überherrn) vor Luisa Kuntz (RV Kandel), ohne Konkurrenz fuhr Lisa Schaub (RSG Wiesbaden) bei der weiblichen Jugend zum Sieg.
„Es geht bergauf“, stellte Walsleben zufrieden nach seinem Sieg bei der 35. Auflage des Frankfurter Rennens fest. Ab der vierten Runde war der Deutsche Meister allein unterwegs, nachdem er zuvor eine anfangs fünfköpfige Spitzengruppe auseinander gefahren hatte. In der letzten Runde konnte es Walsleben sogar noch ruhig angehen lassen und brachte noch neun Sekunden vor Pfingsten ins Ziel. Hinter van Gils kamen Marcel Meisen (Kuota-Indeland) und Sascha Weber (Stevens Racing-Team) als Vierter und Fünfter als beste U23-Fahrer ins Ziel. In der Gesamtwertung des SKS-Deutschland-Cup übernahm Johannes Sickmüller (Stevens) die Spitze. Der Heidelberger wurde Achter.
„Ich bin zufrieden. Ich kann jetzt wieder eine Stunde ganz gut durchziehen“, strahlte Philipp Walsleben, der ein Trainingslager in Spanien für den 35. Frankfurter Radcross unterbrochen hatte. „Dort haben wir in den letzten Tagen nur Grundlagenausdauer trainiert, deshalb war ich nicht ganz so frisch“, gab der U23-Weltmeister noch zu. Davon war im Rennen allerdings wenig zu merken. Gleich zu Beginn bestimmte er das Tempo in einer fünfköpfigen Spitzengruppe, zu der auch Christoph Pfingsten gehörte. Der Potsdamer, der in Frankfurt schon im Trikot seines künftigen Teams Van Vliet EBH Elshof als Stagiaire unterwegs war, musste zwischendurch die Konkurrenz nach eine Sturz. Bis auf Walsleben konnte Pfingsten alle wieder einholen und hielt auch den starken Niederländer Wilant van Gils am Ende noch auf Distanz. „Es richtig gut. Damit kann ich zufrieden sein“, so Pfingsten nach dem Rennen. Hinter van Gils belegte Marcel Meisen (Kuota-Indeland) Rang vier. Weniger zufrieden als im vergangenen Jahr, als der Stolberger auf Rang drei fuhr, war er trotzdem nicht. „Dafür, dass ich mich eigentlich gar nicht so in Form fühle, war das richtig gut heute“, erklärte Meisen.
Vos im Sprint vor Kupfernagel
Das Rennen der Frauen nahm den erwartet spannenden Ausgang. Erst im Sprint musste sich Hanka Kupfernagel der Weltmeisterin Marianne Vos aus den Niederlanden geschlagen geben, nachdem sie zuvor alles versucht hatte, Vos und deren Landsfrau Sanne van Passen abzuschütteln. „Ich habe in den letzten beiden Runden versucht, die beiden zu attackieren“, schilderte Kupfernagel die Schlussphase des Rennens. In der Schlussrunde sah es sogar danach aus, als hätte sie Erfolg damit. Nach der Abfahrt aber waren Vos und van Passen wieder dran. „Auf einen Sprint gegen Marianne Vos brauchte ich gar nicht erst warten“, wusste Hanka Kupfernagel um die Stärken der direkten Konkurrenz. Am Ende aber führte doch Weg dran vorbei. „In der Zielkurve musste ich mich dann für eine von beiden entscheiden“, erklärte Kupfernagel, weshalb Marianne Vos innen die Lücke fand und den neunten Erfolg der Deutschen am Bornheimer Hang verhinderte. Auch hinter Sanne van Passen waren die weiteren Ränge prominent besetzt: Die Tschechin Pavla Havlikova wurde Vierte vor Jasmin Achermann aus der Schweiz, der Britin Helen Wyman sowie Elisabeth Brandau (RSC Schönaich) und Martina Zwick (Berner-Bikes.com).
Lokalmatador schlägt den Weltmeister
Timo Berner (Berner-Bikes.com) hat Jens Schwedler (Stevens Racing-Team) zum ersten Mal in dieser Saison geschlagen. Nachdem der Weltmeister der Masters zuletzt Erfolge in Serie feierte, hatte er in Frankfurt das Nachsehen und wurde Zweiter hinter Berner und vor Robert Karrasch (RG Hamburg). „Aber Timo ist stark gewesen heute“, erkannte Schwedler, der in den letzten Wochen beruflich stark eingespannt war, neidlos an. Gleich zu Beginn des Rennens musste er Timo Berner zum ersten Mal ziehen lassen, nachdem auf dem nassen Untergrund wegrutschte. „Zur Mitte des Rennens habe ich immer eine starke Phase“, erklärte es sich fast von selbst, das Schwedler noch einmal an den Frankfurter herankam und eingangs der letzten Runde sogar schon wie der Sieger aussah, als er Berner im Wiesenanstieg mit einem Antritt wichtige Meter abnahm. Aber es war nicht der Tag des sonst sicheren Jens Schwedler. „Wenn man unter Druck gerät, geht man zuviel Risiko ein“, erklärte er den Sturz in der letzten Runde, durch den Timo Berner vorbeiziehen konnte. Der strahlte nach seinem Heimrennen übers ganze Gesicht. „Natürlich ist es schön, hier zu gewinnen. Noch viel wichtiger wird aber die Deutsche Meisterschaft in Magstadt sein“, blickt Berner schon in die Zukunft und will dem Erfolg am Bornheimer Hang nicht allzu viel Bedeutung beimessen.
Tschechischer Doppelsieg
Der Sieger des Juniorenrennens stand im Prinzip nach zwei der sieben Runden fest. Der Tscheche Voijtech Nipi hatte sich da schon deutlich abgesetzt von einer Gruppe mit seinem Landsmann Tomas Paprstka sowie den beiden Deutschen Julian Lehmann (Stevens Racing-Team) und Wenzel Böhm-Gräber (RSC Wiesbaden). In der Schlussphase mussten Lehmann und Böhm-Gräber auch den zweiten Tschechen ziehen lassen und machten den dritten Podiumsplatz in Ruhe unter sich aus, da der Fünfte, Daniel Vesely aus Tschechien, schon über eine Minute Rückstand auf das BDR-Duo hatte. Das bessere Ende hatte dabei Julian Lehmann für sich, als Dritter auch bester Deutscher wurde. „Das hätte ich nicht unbedingt erwartet. Ich war in dieser Woche krank und konnte nicht richtig trainieren“, wunderte er sich über seine erneute starke Vorstellung auf dem schweren Rundkurs an der Frankfurter Eishalle.
Herklotz clever zum Sieg
Nach überstandener Krankheit zeigte sich Silvio Herklotz im Rennen der Jugend U17 in einer starken Verfassung in Frankfurt. Nur eine Runde belauerte und beobachtete er die direkte Konkurrenz, dann drehte der Berliner auf. „Ich habe in der ersten Runde erstmal abgewartet“, erklärte Herklotz. Dann hatte er genug und fuhr 57 Sekunden auf den Tschechen Martin Komarek heraus, der seinen Landsmann Karel Pokorny auf Rang drei verwies.
Eine enge Entscheidung war dagegen das Rennen der Schüler U15. Hier hatte sich gleich eine vierköpfige Gruppe gefunden, die der Konkurrenz enteilte. Nach 22 Minuten hatte Joshua Asel (RC Silber Pils Bellheim) die Nase vorn und verwies Tobias Wagner (TV Schotten), Manuel Porzner (RSG Ansbach) und Rico Seidel (Rad-Team Luckenwalde) auf die nächsten Plätze.
Das Rennen der Schülerinnen gewann Lisa Klein (RSC Überherrn) vor Luisa Kuntz (RV Kandel), ohne Konkurrenz fuhr Lisa Schaub (RSG Wiesbaden) bei der weiblichen Jugend zum Sieg.
Weiterführende Informationen:
| Ergebnis: 35. Frankfurter Rad- Cross – SKS Deutschland Cup Cross, Frankfurt | |
| Website des VC Frankfurt |
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Walsleben ist auf dem Weg zurück



