Europameisterschaft: Hanka Kupfernagel wird Dritte

René Penno am 06.11.2005 - 17:25 Uhr
Die amtierende Weltmeisterin Hanka Kupfernagel hat mit ihrem dritten Platz die selbst gestellten Anforderungen nach einem Treppchenplatz voll erfüllt. Im französichen Pont-Château fuhr die Top-Fahrerin des Team FOCUS in einem packenden Rennen immer um den Sieg mit.

Im Laufe des Rennens machte sich aber doch die hartnäckige Erkältung, die sich Hanka Kupfernagel im Trainingslager auf Mallorca zugezogen hatte, bemerkbar. Derart geschwächt war sie zwar in der Lage, dem starken niederländischen Duo Voss/van den Brand zu folgen, für eine entscheidende Attacke fehlte aber die Kraft. So endete das Rennen im Sprintfinale mit einem angesichts des Handicaps sehr guten dritten Rang. "Ich scheine hier den dritten Platz gemietet zu haben", gab Hanka Kupfernagel nach dem Rennen zu Protokoll. In der Tat kamen Erinnerungen an die WM 2004 hoch, als die Werderanerin ebenfalls von einem Duo geschlagen wurde - nur kam es diesmal aus Holland und nicht aus Frankreich. In einem packenden Sprint-Finale konnte sich die frischere Marianne Voss gegen die Routine ihrer Landsfrau Daphny van den Brand durchsetzen.

Birgit Hollmann erfüllte ebenfalls die Erwartungen. Hinter Laurence Leboucher (FRA) spurtete die Berlinerin auf den siebten Platz.

Niels Alberts gewinnt bei den U 23
Das Rennen der U 23 war spannend bis zum Schluss. Am Ende aber siegte mit Niels Alberts (BEL) der wohl zur Zeit stärkste Fahrer der Espoirs vor seinem Landsmann Jan Soetens und dem Tschechen Zdenek Stybar. Stark fuhren auch die Deutschen. Thorsten Struch hatte sich zwischenzeitlich unter der ersten Fünf vorgearbeitet, fiel später aber später nach Defekt und mit Krämpfen auf Platz 22 zurück. Dafür überzeugten mit Paul Voß und Philipp Walsleben. Die Beiden profitierten von dem abwechslungs- reichen Rennverlauf und legten schließlich noch ein starkes Finale hin. Am Ende belegten sie die Plätze acht und neun. Philipp Walsleben war nachnominiert worden und bestätigte damit die in ihn gesetzten Erwartungen. Lukas Keller wurde 31.

Leer gingen die Junioren aus. Sascha Weber war als 20. bester Deutscher. Der Saarländer stürzte bereits in der ersten Runde und fiel dadurch weit zurück, nachdem er Kontakt zur Spitze hatte. Mehr als die Plätze 34 und 35 war für Marcel Meisen und Ole Quast nicht zu erwarten. Für die Beiden war es der erste große internationale Auftritt. Den Sieg bei den Junioren holte sich der Slowake Robert Gavenda vor Yannick Martinez (FRA) und Dries Govaerts (BEL).