Cross-WM: Eine Medaille und dreimal Top Ten
René Penno am 30.01.2006 - 11:49 Uhr
Es waren in diesem Jahr keine drei Medaillen, die der Bund Deutscher Radfahrer mit nach Hause nehmen konnte. Von einem Misserfolg kann deshalb aber keine Rede sein. Denn in jedem WM-Rennen war es mindestens Fahrer im BDR-Trikot, der positiv überraschte. Hanka Kupfernagel verpasste zwar das große Ziel, sich zum vierten Mal die WM-Krone aufzusetzen. Enttäuschend war ihre Vorstellung aber keineswegs. Auch ihre männlichen Kollegen setzten das um, was man als minimales Ziel erwartet hatte.
Hanka Kupfernagel hatte das Ziel dicht vor Augen. Aber eine junge Niederländerin war im Spurt um den Weltmeistertitel bei den Frauen schneller als Hanka Kupfernagel. Die hinterher auch entsprechend enttäuscht war.
Es war nicht die Tatsache, dass sie von einer erst 18-Jährigen bezwungen wurde. "Ich habe heute einen richtig guten Tag gehabt. Ich fühlte mich sogar noch besser als im vergangenen Jahr in St. Wendel. Deshalb ärgere ich mich schon, dass ich es nicht geschafft habe", erklärte Hanka Kupfernagel. Es abzusehen, dass ihre direkte Konkurrenz aus den Niederlanden kommt. Zusammen mit Daphny van den Brand und Marianne Vos bestimmte sie das Rennen vom Start weg. Als Daphny van den Brand wegen Defekts zurückfiel, schien die Hauptkonkurrentin ausgeschaltet. Hanka Kupfernagel fuhr den Rest des Rennens von vorn, mit Marianne Vos am Hinterrad. Und die Deutsche Meisterin kam auch als Erste auf die Zielgeraden. "Ich wollte es so machen, wie Zdenek Stybar bei den U 23. Das hatte schließlich auch geklappt", beschrieb sie ihre Taktik fürs Finale. Hatte damit aber Pech. Marianne Vos, die Europameisterin, war schneller.
Als Achte erfüllte die Berlinerin Birgit Hollmann alle Erwartungen. Ein Platz unter den ersten Acht hatte sie ins Auge gefasst. Und bestätigte damit ihre konstant starken Ergebnisse in dieser Saison, in der sie regelmäßig in den Top-Rängen zu finden war.
Sascha Weber auf Rang fünf
Eine große Überraschung war der fünfte Platz von Sascha Weber (Foto) sicher nicht. Es war mehr, als erwartet wurde. Ein Platz unter den ersten Zehn war angepeilt, dass nun sogar einer der deutschen Junioren in die Top Five fuhr, erfreute umso mehr. Auf den Plätzen 17 und 18 landeten zwei WM-Neulinge. Ole Quast und Stephan Sprinke behaupteten sich in Zeddam erwartet gut. Wobei Stephan Sprinke, der ohnehin schon aus der letzten Reihe startete, durch einen Sturz gleich nach dem Start behindert wurde und noch einige Meter mehr verlor. Im Rennen aber machte der Herforder das wieder wett und arbeitete sich durchs Feld nach vorn. Yannick Tiedt landete nur wenige Plätze hinter den Beiden auf Rang 22.
Pech hatte Marcel Meisen. Er hielt sich in der ersten großen Verfolgergruppe auf, als er in der dritten Runde durch einen Sturz vor ihm behindert wurde und absteigen musste. Ein zusätzlicher Defekt kostete weitere Zeit und zahlreiche Plätze. Er hatte sich mehr ausgerechnet, als nur Platz 37.
Paul Voß war bei den U 23 wieder derjenige, der die Flagge hochhielt. Wie schon bei den Europameisterschaften musste er aus der letzten Reihe starten und holte auch diesmal das Maximale raus. Auf dem verwinkelten Kurs kurvte er immer weiter nach vorn und beendete das Rennen der U 23 auf einem beachtenswerten zehnten Rang. "So recht bin ich nicht zufrieden. Mit der Leistung ja, mit dem Ergebnis nicht. Wenn ich von weiter vorn gestartet wäre, hätte ich sicher noch weiter vorn landen können", wusste der Potsdamer nicht so recht, wie er das Ergebnis nun einordnen sollte. Für Finn Heitmann und Thorsten Struch lief es dagegen nicht so rund. Finn Heitmann stürzte in der ersten Runde und Thorsten Struch musste schon nach der ersten Runde mit einem Platten an die Box. In einem schnellen WM-Rennen waren die Chancen auf eine Top-Platzierung dahin. Philipp Walsleben und Felix Gniot landeten auf den Plätzen 22 und 25.
"Es hat alles gepasst"
Für Malte Urban lief es perfekt. Mit Platz 15 fuhr sein bestes WM-Ergebnis seit 14 Jahren ein. Gleich nach dem Start hielt er sich auf Platz 21. Im letzten Renndrittel stiefelte er los und machte noch einige Plätze gut. Ein wenig profitierte er von den Defekten der vor ihm liegenden Fahrer. Er selbst ist "eine vernünftige Linie gefahren." "Ich habe heute bewiesen, was ich kann. Heute hat alles gepasst", war Malte Urban mit sich und dem Ergebnis zufrieden. René Birkenfeld überraschte, als er auf Platz 35 ins Ziel fuhr. Bei seinem erst zweiten internationalen Rennen hatte wohl auch er selbst nicht damit gerechnet. Der Deutsche Meister Johannes Sickmüller erwischte keinen guten Tag. Schon am Start wurde er durch Christian Heule, der sich im Absperrband verhedderte, behindert und wurde später noch durch einen Platten zurückgeworfen. Mit Platz 39 war er überhaupt nicht zufrieden.
Hanka Kupfernagel hatte das Ziel dicht vor Augen. Aber eine junge Niederländerin war im Spurt um den Weltmeistertitel bei den Frauen schneller als Hanka Kupfernagel. Die hinterher auch entsprechend enttäuscht war.
Es war nicht die Tatsache, dass sie von einer erst 18-Jährigen bezwungen wurde. "Ich habe heute einen richtig guten Tag gehabt. Ich fühlte mich sogar noch besser als im vergangenen Jahr in St. Wendel. Deshalb ärgere ich mich schon, dass ich es nicht geschafft habe", erklärte Hanka Kupfernagel. Es abzusehen, dass ihre direkte Konkurrenz aus den Niederlanden kommt. Zusammen mit Daphny van den Brand und Marianne Vos bestimmte sie das Rennen vom Start weg. Als Daphny van den Brand wegen Defekts zurückfiel, schien die Hauptkonkurrentin ausgeschaltet. Hanka Kupfernagel fuhr den Rest des Rennens von vorn, mit Marianne Vos am Hinterrad. Und die Deutsche Meisterin kam auch als Erste auf die Zielgeraden. "Ich wollte es so machen, wie Zdenek Stybar bei den U 23. Das hatte schließlich auch geklappt", beschrieb sie ihre Taktik fürs Finale. Hatte damit aber Pech. Marianne Vos, die Europameisterin, war schneller.
Als Achte erfüllte die Berlinerin Birgit Hollmann alle Erwartungen. Ein Platz unter den ersten Acht hatte sie ins Auge gefasst. Und bestätigte damit ihre konstant starken Ergebnisse in dieser Saison, in der sie regelmäßig in den Top-Rängen zu finden war.
Sascha Weber auf Rang fünf
Eine große Überraschung war der fünfte Platz von Sascha Weber (Foto) sicher nicht. Es war mehr, als erwartet wurde. Ein Platz unter den ersten Zehn war angepeilt, dass nun sogar einer der deutschen Junioren in die Top Five fuhr, erfreute umso mehr. Auf den Plätzen 17 und 18 landeten zwei WM-Neulinge. Ole Quast und Stephan Sprinke behaupteten sich in Zeddam erwartet gut. Wobei Stephan Sprinke, der ohnehin schon aus der letzten Reihe startete, durch einen Sturz gleich nach dem Start behindert wurde und noch einige Meter mehr verlor. Im Rennen aber machte der Herforder das wieder wett und arbeitete sich durchs Feld nach vorn. Yannick Tiedt landete nur wenige Plätze hinter den Beiden auf Rang 22.
Pech hatte Marcel Meisen. Er hielt sich in der ersten großen Verfolgergruppe auf, als er in der dritten Runde durch einen Sturz vor ihm behindert wurde und absteigen musste. Ein zusätzlicher Defekt kostete weitere Zeit und zahlreiche Plätze. Er hatte sich mehr ausgerechnet, als nur Platz 37.
Paul Voß war bei den U 23 wieder derjenige, der die Flagge hochhielt. Wie schon bei den Europameisterschaften musste er aus der letzten Reihe starten und holte auch diesmal das Maximale raus. Auf dem verwinkelten Kurs kurvte er immer weiter nach vorn und beendete das Rennen der U 23 auf einem beachtenswerten zehnten Rang. "So recht bin ich nicht zufrieden. Mit der Leistung ja, mit dem Ergebnis nicht. Wenn ich von weiter vorn gestartet wäre, hätte ich sicher noch weiter vorn landen können", wusste der Potsdamer nicht so recht, wie er das Ergebnis nun einordnen sollte. Für Finn Heitmann und Thorsten Struch lief es dagegen nicht so rund. Finn Heitmann stürzte in der ersten Runde und Thorsten Struch musste schon nach der ersten Runde mit einem Platten an die Box. In einem schnellen WM-Rennen waren die Chancen auf eine Top-Platzierung dahin. Philipp Walsleben und Felix Gniot landeten auf den Plätzen 22 und 25.
"Es hat alles gepasst"
Für Malte Urban lief es perfekt. Mit Platz 15 fuhr sein bestes WM-Ergebnis seit 14 Jahren ein. Gleich nach dem Start hielt er sich auf Platz 21. Im letzten Renndrittel stiefelte er los und machte noch einige Plätze gut. Ein wenig profitierte er von den Defekten der vor ihm liegenden Fahrer. Er selbst ist "eine vernünftige Linie gefahren." "Ich habe heute bewiesen, was ich kann. Heute hat alles gepasst", war Malte Urban mit sich und dem Ergebnis zufrieden. René Birkenfeld überraschte, als er auf Platz 35 ins Ziel fuhr. Bei seinem erst zweiten internationalen Rennen hatte wohl auch er selbst nicht damit gerechnet. Der Deutsche Meister Johannes Sickmüller erwischte keinen guten Tag. Schon am Start wurde er durch Christian Heule, der sich im Absperrband verhedderte, behindert und wurde später noch durch einen Platten zurückgeworfen. Mit Platz 39 war er überhaupt nicht zufrieden.
