Cross-WM: Der König schaut vorbei
René Penno am 25.01.2012 - 16:18 Uhr
Die Cross-Weltmeisterschaft am Wochenende in Koksijde verspricht der Höhepunkt der Saison zu werden. Ein Indiz dafür, von allen sportlichen Voraussetzungen und dem ganzen Drumherum mal abgesehen: Der König der Belgier macht den Crossern am Sonntag seine Aufwartung. Sicher hat sich Albert II. nicht ohne Grund diesen Tag ausgesucht, denn im Rennen der Elite gehören seine Landsleute in den Dünen einmal mehr zu den Topfavoriten.
Womit die Rollenverteilung bei den Männern schon mal klar ist: Sven Nys, Niels Albert und Kevin Pauwels werden hoch gehandelt, vermutlich wird der Titelverteidiger Zdenek Stybar aus Tschechien noch mitmischen – an einen anderen Fahrer glaubt niemand. Jedenfalls nicht in Belgien. Aus deutscher Sicht ist bestenfalls mit einer Platzierung unter den besten 15 zu rechnen, vielleicht ist auch ein Platz in den Top Ten drin für Philipp Walsleben. „Die Form wird von Woche zu Woche besser“, sagt der Deutsche Vizemeister. Auch die kleineren Rückschläge bringen ihn nicht aus dem Konzept und aus der Ruhe. „Ich muss einfach das Beste daraus machen“, so Walsleben, der die Sandpassagen übrigens gar nicht für so entscheidend hält: „Die Fahrer, die in der gleichen Leistungskategorie wie ich unterwegs sind, können das nicht besser als ich. Ich glaube nicht, dass das im Ergebnis so viel ausmacht.“ Gut, wir werden sehen.
Ganz chancenlos auf eine Platzierung in den Regionen um Platz 20 sind auch Walslebens deutsche Teamkollegen nicht: Marcel Meisen, Sascha Weber und Christoph Pfingsten haben im Laufe der Saison gezeigt, dass sie zu großen Taten in der Lage sind. Warum also nicht auch am Sonntag? Das Gleiche trifft auch auf Sabrina Schweizer zu. Nach der Absage Hanka Kupfernagels ruhen die Hoffnungen auf der jungen Wangenerin, die sich in diesem Winter noch näher an das internationale Topniveau herangearbeitet hat. Ihr ist noch eher als den Männern eine Platzierung unter den besten Zehn zuzutrauen. Gemeinsam mit Gesa Brüchmann bildet sie in diesem Jahr nur ein BDR-Duo.
Silvio will aufs Podest
Schon am Samstag sind die Junioren und U23 an der Reihe. Das heißt: Der Bund Deutscher Radfahrer könnte schon im ersten Rennen das erhoffte Optimum herausholen. Die Hoffnungen liegen ganz klar auf Silvio Herklotz. Der Berliner war schon im letzten Jahr Achter – nach etlichen Pannen und Stürzen. In diesem Winter hat der Deutsche Meister keine Chance ausgelassen, auch international seine Duftmarke zu setzen. Bundestrainer Wolfgang Ruser formuliert es so: „Wenn es gut läuft, ist ein Platz unter den ersten Fünf drin!“ Freilich, bei einer WM ist alles möglich. Aber so insgeheim rechnen doch alle mit einer Medaille. Auch Silvio Herklotz selbst: „In Koksijde will ich aufs Podium“, sagt er selbstbewusst. „Fahrerisch und konditionell passt alles. Nun warte ich auf das Quäntchen Glück.“
Im Sog des Berliners sollte man aber auch nicht die anderen deutschen Junioren vergessen: Marco König, Felix Drumm, Johannes Siemermann und Steffen Müller machten allesamt mit durchaus beachtlichen Ergebnissen auf sich aufmerksam, so dass dem einen oder anderen ein Platz unter den besten 20 zuzutrauen ist. Im Rennen der U23 wäre das bereits ein großer Erfolg. Auch wenn eine Platzierung, oder auch eine mehr, in dieser Region nicht im Bereich des Unmöglichen liegt. Realistisch betrachtet ist für das Quartett mit dem Deutschen Meister Michael Schweizer, Max Walsleben, Yannick Mayer und Yannick Eckmann aber mehr nicht drin.
Wie auch immer die Rennen ausgehen, aus deutscher Sicht und überhaupt, die WM im Land der Crosser wird ein Höhepunkt. Ob mit oder ohne Unterstützung aus dem Königshaus. 50.000 Zuschauer sollen es werden, so jedenfalls lauten die Prognosen der Veranstalter. Die sorgen sicherheitshalber vor: 9.500 Meter Absperrgitter werden aufgestellt – und 30.000 Liter Bier bereitgestellt.
Womit die Rollenverteilung bei den Männern schon mal klar ist: Sven Nys, Niels Albert und Kevin Pauwels werden hoch gehandelt, vermutlich wird der Titelverteidiger Zdenek Stybar aus Tschechien noch mitmischen – an einen anderen Fahrer glaubt niemand. Jedenfalls nicht in Belgien. Aus deutscher Sicht ist bestenfalls mit einer Platzierung unter den besten 15 zu rechnen, vielleicht ist auch ein Platz in den Top Ten drin für Philipp Walsleben. „Die Form wird von Woche zu Woche besser“, sagt der Deutsche Vizemeister. Auch die kleineren Rückschläge bringen ihn nicht aus dem Konzept und aus der Ruhe. „Ich muss einfach das Beste daraus machen“, so Walsleben, der die Sandpassagen übrigens gar nicht für so entscheidend hält: „Die Fahrer, die in der gleichen Leistungskategorie wie ich unterwegs sind, können das nicht besser als ich. Ich glaube nicht, dass das im Ergebnis so viel ausmacht.“ Gut, wir werden sehen.
Ganz chancenlos auf eine Platzierung in den Regionen um Platz 20 sind auch Walslebens deutsche Teamkollegen nicht: Marcel Meisen, Sascha Weber und Christoph Pfingsten haben im Laufe der Saison gezeigt, dass sie zu großen Taten in der Lage sind. Warum also nicht auch am Sonntag? Das Gleiche trifft auch auf Sabrina Schweizer zu. Nach der Absage Hanka Kupfernagels ruhen die Hoffnungen auf der jungen Wangenerin, die sich in diesem Winter noch näher an das internationale Topniveau herangearbeitet hat. Ihr ist noch eher als den Männern eine Platzierung unter den besten Zehn zuzutrauen. Gemeinsam mit Gesa Brüchmann bildet sie in diesem Jahr nur ein BDR-Duo.
Silvio will aufs Podest
Schon am Samstag sind die Junioren und U23 an der Reihe. Das heißt: Der Bund Deutscher Radfahrer könnte schon im ersten Rennen das erhoffte Optimum herausholen. Die Hoffnungen liegen ganz klar auf Silvio Herklotz. Der Berliner war schon im letzten Jahr Achter – nach etlichen Pannen und Stürzen. In diesem Winter hat der Deutsche Meister keine Chance ausgelassen, auch international seine Duftmarke zu setzen. Bundestrainer Wolfgang Ruser formuliert es so: „Wenn es gut läuft, ist ein Platz unter den ersten Fünf drin!“ Freilich, bei einer WM ist alles möglich. Aber so insgeheim rechnen doch alle mit einer Medaille. Auch Silvio Herklotz selbst: „In Koksijde will ich aufs Podium“, sagt er selbstbewusst. „Fahrerisch und konditionell passt alles. Nun warte ich auf das Quäntchen Glück.“
Im Sog des Berliners sollte man aber auch nicht die anderen deutschen Junioren vergessen: Marco König, Felix Drumm, Johannes Siemermann und Steffen Müller machten allesamt mit durchaus beachtlichen Ergebnissen auf sich aufmerksam, so dass dem einen oder anderen ein Platz unter den besten 20 zuzutrauen ist. Im Rennen der U23 wäre das bereits ein großer Erfolg. Auch wenn eine Platzierung, oder auch eine mehr, in dieser Region nicht im Bereich des Unmöglichen liegt. Realistisch betrachtet ist für das Quartett mit dem Deutschen Meister Michael Schweizer, Max Walsleben, Yannick Mayer und Yannick Eckmann aber mehr nicht drin.
Wie auch immer die Rennen ausgehen, aus deutscher Sicht und überhaupt, die WM im Land der Crosser wird ein Höhepunkt. Ob mit oder ohne Unterstützung aus dem Königshaus. 50.000 Zuschauer sollen es werden, so jedenfalls lauten die Prognosen der Veranstalter. Die sorgen sicherheitshalber vor: 9.500 Meter Absperrgitter werden aufgestellt – und 30.000 Liter Bier bereitgestellt.
Fotoserie: Cross-WM: Der König schaut vorbei
Weiterführende Informationen:
| Website der Cross-Weltmeisterschaft 2012 in Koksijde |








