Cross-Weltcup: Hoffnungen ruhen auf Junioren

René Penno am 24.11.2011 - 15:36 Uhr
Cross-Weltcup: Hoffnungen ruhen auf Junioren
Fast in ganz Deutschland finden am kommenden Wochenende die Landesverbandsmeisterschaften statt. Insgesamt elf Entscheidungen stehen an, der Cross-Mittelpunkt aber ist am Samstag Koksijde. Im belgischen Badeort findet der dritte Weltcup dieser Saison statt.

Aber nicht nur wegen des UCI-Weltcup gilt dem Rennen ein besonderes Augenmerk: Ende Januar finden auf dem gleichen Parcours die Cross-Weltmeisterschaften statt. Ein guter Grund mehr, dabei zu sein. Auch für den Bund Deutscher Radfahrer (BDR), der sein stärkstes Aufgebot nach Belgien schickt.

Alle voran die Junioren. Dort gibt es gleich zwei Anwärter auf eine Topplatzierung. Silvio Herklotz überzeugte zuletzt beim Superprestige in Gavere als Zweiter, Marco König fuhr bei seinem ersten Weltcupeinsatz überhaupt in Tabor auf Rang acht. Wenn das keine Optionen sind! „Bei Silvio müssen wir schauen, dass er seine Erfolge jetzt stabilisiert. Ein Platz unter den ersten Fünf ist für ihn möglich“, sagt Bundestrainer Wolfgang Ruser. Und bei Marco König müsse man schauen, „wie er mit der Strecke zurecht kommt“, so Ruser weiter. Insgeheim hofft er, zwei Fahrer bei den Junioren in die Top Ten zu bringen. „Und wir können uns die einzelnen Passagen der Strecke genau anschauen“, denkt der Bundestrainer bereits an die Weltmeisterschaften.

Das gleiche gilt auch für die Frauen – was die Strecke angeht, aber auch die Platzierungen. „Ich hoffe, dass Hanka Kupfernagel wieder soweit fit ist“, sagt Ruser. Gemeinsam mit Sabrina Schweizer gäbe es dann zwei Kandidatinnen für die Top Ten. Davon sind die Fahrer der Elite noch ein Stückchen entfernt. Philipp Walsleben ist gerade erst wieder ins Training eingestiegen, nachdem er eine Infektion auskuriert hat, und wird deshalb frühestens im Dezember wieder am Start eines Rennens stehen. So ruhen die Hoffnungen auf Christoph Pfingsten. Ein Rolle, die der Stahnsdorfer gut ausfüllen kann. Mit drei Siegen beim Toi Toi-Cup in Tschechien im Gepäck ist das Selbstvertrauen beim Deutschen Vizemeister groß. Jedoch: „Der Weltcup und die Rennen in Belgien überhaupt sind etwas ganz anderes“, weiß Pfingsten, dass es am Samstag ungleich schwerer wird. Dennoch will er seine bereits in Tabor und Pilsen angestrebte Top-15-Platzierung auch in Koksijde nicht auch den Augen verlieren.

Einzig die U23 bereiten dem deutschen Lager einige Sorgen. „Die Trauben hängen ziemlich hoch“, sagt Wolfgang Ruser. Sagt aber auch: „Mit Michael Schweizer und Yannick Mayer haben wir zwei gute Sportler.“ Ein Platz unter den ersten 20 ist für beide drin - und wäre schon ein kleiner Erfolg.
Weiterführende Informationen:
Website des Radsport-Weltverbandes UCI