Cross in Döhlau und Strullendorf: Stevens-Fahrer dominieren in Franken

René Penno am 22.11.2009 - 17:58 Uhr
Cross in Döhlau und Strullendorf
Die Crosser des Stevens Racing-Teams haben die beiden Rennen am Wochenende in Franken bestimmt. Sowohl in Döhlau als auch in Strullendorf gab es Siege bei der Elite, den Junioren und den Masters.

Jens Schwedler zeigte bei den Masters der versammelten Konkurrenz erneut das Hinterrad. In Döhlau verwies der Weltmeister Robert Karrasch (RG Hamburg) und den Frankfurter Timo Berner auf die nächsten Plätze, in Strullendorf tauschten Berner und Karrasch die Plätze hinter Schwedler.

Eine überzeugende Vorstellung lieferten auch die Junioren ab. Auf dem anspruchsvollen Kurs in Döhlau machten die fünf Fahrer des Stevens Racing-Teams das Rennen unter sich aus. Mit seinem Sieg baute Julian Lehmann dabei seine Führung im SKS-Deutschland-Cup weiter aus. Der Harburger verwies am Samstag seine Teamkollegen Jannick Geisler, Felix Rieckmann, Tobias Deprie und Johannes Cords auf die folgenden Ränge. Einen Tag später hieß der Sieger Jannick Geisler, der auf dem DM-Kurs vom Januar 2009 in Strullendorf Julian Lehmann, Tobias Deprie und Johannes Cords hinter sich ließ. Jasha Sütterlin (RSV Achkarren) verhinderte als Fünfter vor Felix Rieckmann einen erneuten totalen Triumph der Hamburger Junioren.

Ähnlich dominant gestalteten sich die Rennen der Elite. Beide Male siegte Johannes Sickmüller vor Ole Quast und machte damit in der Gesamtwertung des Deutschland-Cup wichtige Punkte auf die Spitze gut. Die beiden Stevens-Crosser hatten die Rennen in Döhlau und Strullendorf schon früh von der Spitze bestimmt und den Sieg jeweils unter sich ausgemacht. „Entscheidend war, dass einer von uns gewinnt. Diesmal hatte ich die Nase vorn“, setzte Sickmüller die Teamtaktik in Perfektion um. Platz drei in Döhlau belegte Christoph Pfingsten (KED Bianchi-Team Berlin), in Strullendorf stand der Herforder Finn Heitmann (Team Berner-Bikes.com) mit auf dem Podium. Pfingsten büßte nach einen Sturz in Strullendorf seine Chancen ein, seine Platzierung vom Vortag zu wiederholen.

Hanka Kupfernagel gewinnt in Strullendorf
Im Starterfeld der Frauen fanden sich erstmals auch Fahrerinnen der internationalen Szene ein. So machte Helen Wyman (aktuell EM-Dritte) aus Grossbritanien Hanka Kupfernagel das Leben schwer. Nach einem Blitzstart durch die kleine Tschechin Pavla Havlikova sah man Kupfernagel auf der zweiten Position. Dann eine Schrecksekunde in der ersten Asphaltkurve nach etwa 500 Metern rutschte die Tschechin plötzlich direkt vor Hankas Voderrad weg: " Ich hatte die Startphasen der Jugend und der Mastersklasse beobachtet und dort jeweils den ersten Fahrer stürzen sehen, deswegen war ich innerlich darauf eingestellt und konnte sofort ausweichen." sagte die STEVENS-Fahrerin im Interview nach dem Zieleinlauf.

Nach diesem Sturz konnte sie sich zusammen mit der Britin absetzen und in den insgesamt sieben Runden lieferten sich die beiden Fahrerinnen ein packendes Duell. Die Zuschauer sahen einige Führungswechsel und ernste Attaken zwischen den beiden Topfahrerinnen, doch keine konnte sich bis zur letzten Runde absetzten. "Ich hatte einige Male versucht, Helen zu attakieren aber ich kam auf dem schnellen Kurs nicht weg. Dann nutzte ich ihre Schwäche in der Abfahrt und riskierte etwas mehr", beschreibt Hanka Kupfernagel den entscheidenden Moment kurz vor Rennende, wo sie einen kleinen Vorsprung herausfuhr und diesen bis zur Zielline behaupten konnte.